Ada Christen nació en Viena (Austria) en 1839 y murió en Inzersdorf en 1901.
HERZBLUT
I.
O könnt' ich Alles geben,
Was dieses Herz bewegt,
Und all die tausend Gedanken,
Die wüst mein Schädel hegt!
Es dränget heiß zur Lippe,
Was mir das Herz zerbricht;
Ich kenn' es, ach, ich fühl es –
Doch sagen kann ich's nicht.
II.
Es fragen mich die Menschen,
Was mich so elend gemacht
Ich sag' euch, ich habe mein Elend
Mit auf die Welt gebracht.
Es liegt in meinem Fühlen
In dem halbentfesselten Geist,
Der aufwärts will und den Alles
Zur Erde doch wieder reißt.
III.
Ich blickte jüngst in mich -
So recht in's Herz hinein
Und glaubte noch etwas zu finden
Von dem, was einstens mein.
Ich sah mein verlorenes Eden,
Mein versunkenes Paradies,
Mich selbst den gefallenen Engel,
Den Himmel und Erde verstieß.
IV.
Ach nur einmal möcht ich sinken
Noch in deine Arme hin,
Und nur einmal noch vergessen
Was ich war und was ich bin!
Ach nur einmal so dich sehen
Wie du einst gewesen bist;
Und dann Alles wieder leiden,
Was schon war und was noch ist.
V.
Nur eine Thräne gebt mir wieder,
Nur eine einz'ge will ich haben!
Mit dieser Thräne aber will
Das todeskranke Herze laben.
In diese Thräne will ich senken,
Mein ganzes namenloses Weh,
Mit dieser Thräne will ich sagen,
Was ich stets fühl' und kaum versteh'!
VI.
Ach, ihr wißt nicht, wie sich's lebt,
Athmet in der Trunkenheit
Einer Liebe, die befreit,
Die begeistert, die erhebt!
Ach, ihr wißt nicht, wie sich's lebt,
Athmet in Versunkenheit
Einer Liebe, die entweiht,
An der Schmach und Elend klebt!
VII.
Von dem, was ich besessen,
Ist wenig mir geblieben,
Von meinem süßen Träumen,
Von Glauben, Hoffen, Lieben!
Nur schmerzliches Erinnern
Ist's, was das Herz behielt,
Verachtung, Haß und Thräne -
Und eines Mannes Bild.
VIII.
»Heut haben wir schönes Wetter.«
»O ja, recht schönes, mein Herr!«
Das sind so unsre Gespräche,
So kalt, so dumm, so leer.
Du streichelst mir fragend die Wange,
Du kennst das gewisse Roth;
Für dich ist's nichts als Schminke -
Für mich: in der Brust der Tod.
IX.
Ich hab' in langen Tagen
Gar oft an dich gedacht,
Ich hab' in langen Nächten
Gehofft, geweint, gewacht.
Wie einstmals sitz' ich wieder
Beim abgebrannten Licht;
Ich wache - aber hoffen
Und weinen kann ich nicht.
X.
Ich weinte um den Frühling -
Ich Thörin!
Ich weinte um die Blumen,
Die alle verblüht und verwelkt -
Ich Thörin!
Wer weint um meine Jugend?
Wer weint um meine Träume?
XI.
Sieh', in dies dein theures Bildniß
Möcht ich mich so ganz versenken;
Könnt' ich, ach! dem Bilde doch
Athem, Leben, Sprache schenken!
Könnt' ich in die kalten Formen
Gluth und Blut und Liebe gießen,
Könnt ich diese lieben Hände
Heiß zu heißem Drucke küssen! -
Ach, ich kann es nicht. Es bleibet
Kalt und stumm in stolzer Ruh'!
Aber du bist gut getroffen:
Denn es ist so ganz wie du!
XII.
Wenn ich ihn manchmal sah,
Hab' ich gezittert, gebangt;
Und dennoch wieder hab' ich
Nur ihn zu sehen verlangt.
Und wenn er im Vorbeigehen
Nur leicht mein Kleid berührt,
Hab ich noch lang darüber
Mit den Blumen diskurirt.
XIII.
Da sprach er so lieb und so freundlich,
So zärtlich, gütig und mild;
Man konnte beinahe glauben,
Er hab' auch Alles gefühlt.
Doch plötzlich dieser Blick,
Dies Lächeln - o mein Gott!
Dies höhnische Compliment -
Ich wollt', ich wäre todt!
XIV.
Ach ja, es ist nur allzu wahr,
Was nützt dir mein Lieben und Leben,
Und würd ich aus den Adern
Mein rothes Blut dir geben.
Blut ist Blut und bleibt es,
Und wird ja nie zu Geld,
Und Geld gehört zum Leben:
Das ist der Lauf der Welt.
Mein Leben nützt dir nichts;
Bezahlte man mich für's Sterben,
Ich stürbe ja gerne morgen
Um alles dir zu vererben.
XV.
Ich sehne mich nach wilden Küssen,
Nach wollustheißen Fieberschauern;
Ich will die Nacht am hellen Tag
Nicht schon in banger Qual durchtrauern.
Noch schlägt mein Herz mit raschem Drang,
Noch brennt die Wang' in Jugendgluthen -
Steh' still, lösch' aus mit einem Mal!
Nur nicht so tropfenweis verbluten.
XVI.
Wie unglücklich hast du mich gemacht!
Und doch, ich kann dich nicht lassen;
Ich liebe dich stets mehr und mehr -
Und sollte dich endlos hassen.
Mein letzter Stern ging unter,
Als du dich von mir gewandt:
Da bin ich mit vollem Herzen
In's leere Leben gerannt.
XVII.
»Dein Vers hat nicht das rechte Maaß,«
So will man mich verweisen,
»An Fluß und Glätte fehlt es ihm« -
Und wie sie's sonst noch heißen.
Sie zählen an den Fingern ab,
Verbessern wohl zehnmal wieder;
Ich leg' die Hand auf mein blutendes Herz:
Was das sagt, schreib' ich nieder.
CORAZÓN HERIDO
I.
¡Oh, si cercenar pudiera
Cuanto al corazón abruma
Y todos los pensamientos
Que mi cerebro rezuma!
Cuanto al corazón aflige
Impone apremio a mi boca;
Sé lo qué es, ¡ay!, bien lo sé,
Pero decirlo trastoca.
II.
La gente a mí me pregunta
Qué es lo que a mí me atribula,
Sabed pues que mi desdicha
Ya me acompañó en mi cuna.
Ello está en mi sentimiento,
En mi entraña desbocada,
Que tiende hacia las alturas
Y todo a la tierra llama.
III.
Días atrás cavilaba
Con mirada introspectiva
Y creí haber encontrado
Ayer mejor en mi vida.
Pude ver mi Edén perdido,
Paraíso malogrado,
Y yo era el ángel caído,
Que cielo y tierra expulsaron.
IV.
Una vez más solamente
Quiero tu abrazo envolvente
Solamente una vez más
Borrar pasado y presente.
Una vez más solamente
Verte como antaño fuiste
Y después sufrir de nuevo
Lo que fue y lo que subsiste.
V.
Dadme otra vez una lágrima,
Sólo una yo deseo;
Con esta lágrima quiero
Dar al corazón consuelo.
Quiero hundir en esta lágrima
Mi dolor indescriptible,
Mi lágrima ha de expresar
Mi sentir incomprensible.
VI.
No sabéis de mi tormento
Si embriagados respiráis
Sumidos en un amor,
Que os eleva y que gozáis.
No sabéis de la zozobra
Que supone estar sumida
En un amor que mancilla,
Con mezquindad e ignominia.
VII.
De cuanto yo he poseído
Poca cosa me ha quedado,
De fe, de amor y esperanza,
De mi soñar sosegado.
Solo un amargo recuerdo
Quedó en mi alma grabado:
Desprecio, odio y lamento
Y la imagen del amado.
VIII.
«Hoy hace un día magnífico»
«Magnífico, así es, señor»,
Estas eran nuestras charlas,
Triviales, de este tenor.
Acaricias mi mejilla,
Dices saber del rubor;
Maquillaje es para ti,
Para mí, muerte interior.
IX.
En las horas de mis días
A menudo en ti he pensado,
En las horas de mis noches
He esperado y he llorado.
Como antaño aquí me encuentro
A la luz de este pabilo;
Insomne, mas esperar
Y llorar no consigo.
X.
Lloré por la primavera,
¡Necia de mí!
Lloré por todas las flores
Que se ajaron y mustiaron,
¡Necia de mí!
¿Quién llora mis años jóvenes?
¿Y quién llora por mis
sueños?
XI.
En tu estimado retrato
Quisiera yo ensimismarme
¡Quién pudiera, ay, insuflarle
Soplo y vida para hablarme.
¡Quién al frío cuerpo pudiera
Infundir aliento y brío!,
¡Besar sus manos quisiera
mi ardiente beso encendido!
Pero no puedo; el retrato
Sigue frío, imperturbable,
Pero él es tu viva imagen:
La semblanza es indudable.
XII.
A veces al yo mirarlo
Temblaba yo vacilante,
Y a mi pesar, sin embargo,
Siempre de verlo anhelante.
Y cuando él al pasar cerca
Rozaba apenas mi falda
A mí aquella coincidencia
Me dejaba embelesada.
XIII.
Entonces a mí me hablaba
Con ternura y gallardía,
Pudiera yo haber creído
Que él también amor sentía.
Mas de pronto aquellos ojos,
¡Oh, Dios mío! ¡Y su sonrisa!
Aquel socarrón cumplido;
Preferible estar occisa.
XIV.
Y al cabo yo me pregunto
¿A qué mi amor y mis penas?
Y aun así yo te daría
La sangre que hay en mis venas.
Pasión no es más que pasión,
No se convierte en dinero,
Y sin dinero no hay vida:
Es así en el mundo entero.
Mi vida no te hace falta;
Si mi muerte se pagara
Gustosa yo moriría
Y mi herencia te dejara.
XV.
Ansío besos ardientes,
Turbación voluptuosa;
Quiero noche en pleno día,
No esta tortura espantosa.
Con brío fluye mi sangre,
Aún mi mejilla es de grana
¡Corazón, detente ya!
No quiero un fin que devana.
XVI.
¡Ay, cuán infeliz me has hecho!
Pero no puedo dejarte;
Te he amado y te amaré
Aun cuando debiera odiarte.
Mi última estrella murió
Cuando de ti me apartaste:
A la vacía existencia
Me urgió el corazón lanzarme.
XVII.
«Tu verso incumple la norma»,
Más de uno objetará,
«Le falta fluidez y lustre»,
Cualquier cosa se dirá.
Sus dedos cuentan las sílabas,
Corrigen y hacen propuestas;
Yo mi corazón señalo:
«No, sus palabras son estas».

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